Newsletter Sommer 2014

Parkplätze statt Komfortroute



Veröffentlicht am: 08.07.2014

Die Bertastrasse wird saniert und velofreundlicher. Die geplante Komfortroute jedoch ist Schnee von gestern.

Text & Foto: Fabian Baumann

Anfang Juli hat der Stadtrat die geplanten Tiefbauarbeiten an der Bertastrasse abgesegnet. Zwischen Gut- und Goldbrunnenstrasse wird das Trottoir verbreitert und mit Bäumen ergänzt, zusätzlich entstehen neue Veloparkplätze. Neu mit Tempo 20 markiert wird der Kreuzungsbereich bei der Rotachstrasse. Damit wird der Zugang zum Aemtlerschulhaus für die Schülerinnen und Schüler sicherer.

Ein Wermutstropfen bleibt. Anders als im Masterplan Velo vorgesehen, wird die Bertastrasse keine Komfortroute. Dafür müssten gesunde Bäume gefällt und Parkfelder entfernt werden, die im Quartier benötigt werden, so die Begründung des Stadtrats. «Diese Aussage ist falsch, und die Stadt widerspricht sich damit selbst», kommentiert Dave Durner, Geschäftsführer von Pro Velo Zürich. Gemeinsam mit zwei Anwohnern der Bertastrasse und dem VCS hatte die Velolobby im vergangenen Oktober erfolglos eine Einwendung gegen die Planung erhoben (QN3 berichtete).

Laut Durner hat die Stadt damals geantwortet, dass entweder Bäume oder Parkplätze der Komfortroute weichen müssten, jedoch nicht beides. «Wo die Prioritäten von Pro Velo liegen, muss wohl nicht näher erwähnt werden. Bäume haben nicht die Angewohnheit, ihre Türen ohne Blick in den Rückspiegel zu öffnen», sagt Durner. Auch VCS Geschäftsführer Markus Knauss zeigt sich gegenüber QN3 über den Beschluss mehr als unglücklich. Wenn das der Standard sei, wie der Stadtrat Komfortrouten umzusetzen gedenke, dann werde der Masterplan Velo ad absurdum geführt. Die Bauarbeiten an der Bertastrasse sollen bis Herbst 2016 abgeschlossen werden.

So richtig komfortabel zwischen den parkierten Autos wird es an der Bertastrasse auch in Zukunft nicht.



[an den Seitenanfang]

Neues Kapitel am Uetliberg



Veröffentlicht am: 08.07.2014

Das Bundesgericht hat Anfang Juni definitiv entschieden: Die Wintergärten beim Hotel Uto Kulm müssen weg. Giusep Fry will indes nicht aufgeben und präsentiert seinen Plan B.

Text & Foto: Hannes Weber

Eigentlich ist der Entscheid des Bundesgerichtes klar: Giusep Fry muss den rechtmässigen früheren Zustand wiederherstellen, was den Abriss des illegal erstellten Wintergartens beinhaltet. Er hat gemäss Urteil sechs Monate Zeit dafür.

Die Situation am Uto Kulm ist besonders, weil er gleichzeitig in Privatbesitz und im Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung ist. Trotz eines gerichtlichen Abrissentscheids und einer Busse im Jahr 2011 versuchte ein von der Zürcher Baudirektion ausgearbeiteter Plan, die illegalen Bauten teilweise zu legalisieren. Nur das Aktivwerden des privaten Vereins «Pro Uetliberg» konnte die speziellen Schutzansprüche durchzusetzen. Zusammen mit dem zürcherischen Heimatschutz und dem Schweizer Alpenklub (SAC) legte der Verein Rekurs ein. Das Rekursgericht kam zum Schluss, dass der Gestaltungsplan der gültigen Rechtsordnung widerspricht. Nicht nur der Uetliberg-Gipfel, auch die ganze Region Albiskette-Reppischtal würden durch den neuen Plan erheblich beeinträchtigt, der Waldbestand und die Schutzverordnung für Tiere und Pflanzen verletzt.

Fry hat auf den Beschluss reagiert und bereits neue Ideen präsentiert. Die Wintergärten will er erst im Januar 2015 entfernen und bis Ende 2014 den vollen Service bieten. Dann will er die Terrassen wiederherstellen und seinen Gästen das «reine Bergfeeling» bieten mit Fondueplausch und Bungee Jumping. Margrith Gysel vom Verein «Pro Uetliberg» hat dafür kein Verständnis: «Herr Fry hat nichts gelernt und besitzt keine Sensibilität für diese aussergewöhnliche Region», erklärt sie. Der Gestaltungsplan muss jetzt überarbeitet werden – doch der Freiraum für extravagante Lösungen à la Fry ist definitiv kleiner geworden. 

 

Der Wintergarten soll abgerissen werden – es sei denn, es kommt noch einmal anders.



[an den Seitenanfang]

Die Ruhe nach dem Sommerzwist



Veröffentlicht am: 08.07.2014

Statt über Lärm stritt man sich diesen Sommer am Idaplatz über Fernsehsignale. Ein Augenschein aber zeigt: Es herrscht wieder Ruhe.

Text & Foto: Ivo Mijnssen

Kurz vor den letzten Viertelfinals macht der Idaplatz einen ruhigen Eindruck: Zwar ziehen sich am Himmel ein paar Wolken zusammen. Am Platz hat das Le Calvados einige Grossleinwände aufgestellt, fünfzig Meter in Richtung Aemtlerstrasse stehen weitere. Eine kurlige Gruppierung vollführt auf dem Platz ein Ritual in WM-Verkleidung. Ein Mann, der wie ein Hohepriester des Fussballs aussieht, erklärt, es sei für die WM – «dafür, immer nur dafür». Ein Team unterstützten sie nicht, sie hätten ihr eigenes.

Auch sonst gab es in den letzten Wochen am Idaplatz Kurliges im Zusammenhang mit Fussball zu beobachten: «WM-Zoff am Idaplatz» titelte der «Blick». Da der Cablecom-Kabelanschluss des Café-Kiosk Smoking schneller war als der digitale der Beizen, jubelte man dort früher als der Rest des Platzes. Le Calvados-Geschäftsführer Linus Geiges klagte: «Das raubt jedem Spiel die Spannung.» Ein Angebot von Geiges, auf Swisscom-TV umzustellen, lehnte Kioskbetreiber Reinhard Ackermann ab. Deshalb installierte Le Calvados extra eine neue Antenne, die nun für einen Vorsprung von 1,5 Sekunden sorgt. 2:1 Le Calvados.

Medial wähnte man sich in einem Wettrüsten. Die prosaischere Realität zeigt der Augenschein vor Ort. Der winzige Röhrenfernseher im Kiosk zieht keine Massen an, von einer Konkurrenz zu den Grossbildschirmen auf dem Platz kann keine Rede sein. Der Kioskbetreiber meint dazu nur, der «Blick» müsse eben auch etwas schreiben, er selbst habe nie ein Problem gehabt. Er gewinnt dem Ganzen gar Positives ab: «Das war gute Gratiswerbung.»

König Fussball auf dem Idaplatz – trotz unharmonischen Zwischentönen.



[an den Seitenanfang]

Idaplatzfest am 16. und 17. August



Veröffentlicht am: 08.07.2014

Das inzwischen weit über die Stadtgrenzen bekannte Quartierfest wartet wiederum mit attraktivem Programm auf.

Samstag, 16. August
ab 14.00: Flohmarkt, Basteln, Schminken
Ab 18.00 Offene Bühne, Los Dos, Palkomuski und DJ Inderrock

Sonntag, 17. August
ab 10.00 - 14.00, Brunch mit Zéphyr Combo

www.idaplatzfest.ch

HelferInnen gesucht! Bitte melden an: spass@idaplatzfest.ch



[an den Seitenanfang]

Vielen Dank!



Veröffentlicht am: 08.07.2014

Quartiernetz3 freut sich, die Tomac Computer Concept AG als neuen Sponsoren an Bord begrüssen zu dürfen.

Der Computerladen an der Sihlfeldstrasse ist seit vielen Jahren der führende Macintosh-Spezialist im Quartier. Einmal mehr dabei ist auch der Kulturmarkt, der dieser Tage nicht nur in gemütlicher Stimmung Fussballspiele zeigt, sondern auch am Mittag zum Essen offensteht. Last but not least unterstützt uns auch Balasso & Betulius. Der charmante Quartierladen an der Gertrudstrasse bietet sowohl eine breite Palette an Esswaren und Geschenken als auch einen Cateringservice.

www.tomac.ch
www.kulturmarkt.ch
www.balasso-und-betulius.ch



[an den Seitenanfang]